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35 Jahre STEMMER IMAGING – Interview mit Arne Dehn (CEO) und Uwe Kemm (COO) zum Firmenjubiläum

27. Juli 2022 | Lesezeit: 3 min

Arne Dehn (CEO) und Uwe Kemm (COO), STEMMER IMAGING 

Unser Unternehmen feiert am 27. Juli 2022 sein 35-jähriges Firmenjubiläum.

Im Interview mit unserer Geschäftsleitung schauen wir auf die wichtigsten Meilensteine vom mittelständischen Familienunternehmen zur AG zurück und sind gespannt, was uns die Zukunft noch alles bringt.


Herr Dehn, beginnen wir am Anfang der Geschichte. Was waren die wichtigsten Meilensteine in der Firmengeschichte von STEMMER IMAGING?

Arne Dehn: Unsere Erfolgsgeschichte begann mit dem Handelsregistereintrag der STEMMER IMAGING GmbH am 27. Juli 1987. Wichtige Meilensteine unserer mittlerweile 35jährigen Unternehmensgeschichte waren die Einführung unserer eigenen Software Common Vision Blox (CVB) vor 25 Jahren, der Schritt nach Europa 2004 mit den ersten Niederlassungen in England, Frankreich und der Schweiz, die Partnerschaft mit Primepulse 2017 und der Börsengang ein Jahr später sowie zuletzt der Eintritt in den spanischen Markt vor drei Jahren. Seitdem deckt unser Niederlassungsnetzwerk ganz Europa sowie Mexiko und Brasilien in Lateinamerika ab.

Herr Kemm, wie hat sich das Unternehmen seitdem entwickelt?

Uwe Kemm: Kontinuität und Veränderung, zwei für manche vielleicht gegensätzliche Pole, kennzeichnen unseren Weg. Kontinuität schafft Vertrauen. Veränderung ermöglicht es, mit dem Marktgeschehen schrittzuhalten, oder vielleicht sogar einen kleinen Vorsprung zu genießen. Die letzten Jahre haben vielleicht noch mehr Veränderungen und Flexibilität von uns verlangt als die Jahrzehnte zuvor. Themen wie die fortschreitende Digitalisierung oder die Covid-Pandemie haben viele neue Arbeitsweisen erfordert. Rückblickend können wir sagen, dass das tolle Engagement unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen uns als Unternehmen stärker gemacht haben als je zuvor: In den letzten fünf Jahren sind wir durchschnittlich um 12 Prozent gewachsen. Bei aller Veränderung bleibt eines wichtig – wir sind und möchten auch zukünftig ein vertrauensvoller Partner für unsere Kunden und Lieferanten sein.

Und noch nie waren wir in Bezug auf die Märkte, die wir abdecken, so breit aufgestellt wie heute: In den letzten Jahren kommen unsere Bildverarbeitungslösungen zunehmend auch im nicht-industriellen Umfeld wie zum Beispiel der Sport und Entertainment Branche zum Einsatz. Wir nennen dieses nicht-industrielle Umfeld „Artificial Vision“. 40 Prozent unseres Gesamtumsatzes generieren wir mittlerweile mit Artifical-Vision-Lösungen. Aber auch in unserem angestammten Umfeld, der industriellen Bildverarbeitung, konnten wir unsere Präsenz nochmal deutlich erweitern und neue Märkte wie beispielsweise die Batterieproduktion erschließen.

Sie haben das Stichwort Digitalisierung bereits genannt. Welche Rolle spielt Digitalisierung für STEMMER IMAGING?

Uwe Kemm: Die Automatisierung der Produktions- und Geschäftsprozesse begleitet uns seit Unternehmensgründung und ist ein wichtiger Teil des Erfolgs. Mit den fortschreitenden Digitalisierungsmöglichkeiten legten wir noch einmal einen Quantensprung hin und konnten Aufgaben zum Beispiel in der Produktion weiter automatisieren. Mittlerweile sind digitale Prozesse ein fester Bestandteil unseres unternehmerischen Alltags, denn wir sind fest davon überzeugt: Digitalisieren zahlt sich aus, es schafft Transparenz in der Kommunikation mit Kollegen und Geschäftspartnern, erlaubt es uns unsere Ressourcen effizient einzusetzen und unsere Produktionsfähigkeit zu steigern.

Auch in Zukunft werden wir die digitalen Kanäle für kürzere Wege zum Kunden weiter ausbauen. Zum Beispiel planen wir mittelfristig eine Erweiterung unserer Website als kommerzielle Plattform, dies könnte sich vom reinen Informationsaustausch bis hin zur Bestellabwicklung erstrecken. Der klassische Kundenkontakt findet bei uns aber nach wie vor im direkten persönlichen Dialog statt. Letztendlich entsteht durch die digitale Transformation und die damit verbundene Prozessbeschleunigung sogar mehr Zeit für persönliche Gespräche.

Was zeichnet STEMMER IMAGING heute aus? Was ist das „Besondere“ und worauf sind Sie stolz?

Arne Dehn: Neben unserem in der Branche einmalig großen Produktportfolio und der herstellerunabhängigen Beratungskompetenz zeichnet uns vor allem unsere Haltung aus, die auch Uwe Kemm vorhin schon erwähnt hat: Wir leben die stetige Veränderung in allen Unternehmensbereichen. Darauf bin ich stolz.

Unser Team bleibt nicht stehen, sondern entwickelt sich gemeinsam kontinuierlich weiter – egal ob es um optimierte Arbeitsabläufe, neue Produkte oder Technologien geht. Dies erfordert ein hohes Maß an Resilienz, ist nicht immer leicht und manchmal vielleicht sogar an der einen oder anderen Stelle schmerzhaft, aber Stillstand passt nicht zu STEMMER IMAGING. Erscheint eine Aufgabe noch so unmöglich, sehen wir das für uns als Ansporn, nach Lösungen zu suchen.

STEMMER IMAGING ist seit 2004 ein international aufgestelltes Unternehmen. Wie ist das Unternehmen im internationalen Markt positioniert?

Arne Dehn: Aktuell bedienen wir mehr als 20 Länder weltweit, seit der Übernahme unserer spanischen Tochtergesellschaft Infaimon nicht mehr nur in Europa, sondern auch in Südamerika. Ein auf die Kundenbedürfnisse abgestimmter vielsprachiger lokaler Support-Service zusammen mit einer hochleistungsfähigen Lieferlogistik ist der Kern unseres internationalen Erfolgs. Unsere Zahlen belegen dies. Rund 60 Prozent unseres Geschäfts generieren wir mittlerweile außerhalb von Deutschland.

Wir wollen das Jubiläum auch als Gelegenheit nutzen, nach vorne zu blicken. In welcher Rolle sehen Sie STEMMER IMAGING in Zukunft?

Arne Dehn: Der Markt für Bildverarbeitungslösungen ist riesig und wächst aufgrund der steigenden Qualitäts- und Nachhaltigkeitsanforderungen an Produkte noch immer weiter an. Das bedeutet, für STEMMER IMAGING gibt es noch viel zu tun. Wir sind Bildverarbeiter mit Leidenschaft und wollen die Zukunft der Branche gemeinsam mit unseren Partnern weiter prägen.

Für uns noch relativ neue Märkte wie das Entertainmentsegment planen wir weiter auszubauen. Und natürlich wollen wir auch unseren Umsatz weiter steigern. Dieses Jahr peilen wir das erste Mal ein Umsatzniveau zwischen 143-156 Millionen Euro an, mittelfristig sogar 200 Millionen Euro.

Bei STEMMER IMAGING gibt es überdurchschnittlich viele schon sehr langjährige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Was macht STEMMER IMAGING zu einem attraktiven Arbeitgeber?

Uwe Kemm: Zuallererst bieten wir unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eine Tätigkeit an, die geprägt ist von Gestaltungsspielräumen und Freiräumen für Eigeninitiative und Selbstverwirklichung – ergänzt durch ein interessantes und attraktives technologisches Arbeitsumfeld.

Unser kontinuierliches Wachstum gepaart mit der internationalen Ausrichtung erlaubt, dass wir sehr gute Aufstiegschancen anbieten können. Die Vereinbarkeit von individuellen Bedürfnissen und Beruf durch Flexibilisierung von Arbeitszeit oder die Möglichkeit von Home-Office steht bei uns nicht nur auf dem Papier, sondern wird gelebt. Und am allerwichtigsten: Wir verstehen uns als Team und haben gemeinsam Spaß an unserer Arbeit.

Herr Dehn, zum Schluss eine persönliche Frage: Haben Sie ein besonderes Erlebnis oder eine Geschichte, an die Sie sich besonders gerne zurückerinnern?

Arne Dehn: Als ich 2019 bei STEMMER IMAGING anfing, habe ich die sogenannten „Team Updates“ eingeführt: Einmal im Quartal haben sich alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zum persönlichen Austausch und Update getroffen. Mittlerweile muss dieses Format coronabedingt digital stattfinden, aber ich erinnere mich gerne an diese persönlichen Treffen zurück. Für mich zeigt sich, dass digitale Prozesse den persönlichen Austausch eben nicht komplett ersetzen können. Kürzlich konnten wir das erste Mal seit mehr als zwei Jahren wieder persönlich zusammenkommen und unser 35jähriges Jubiläum mit allen Kollegen und Kolleginnen zusammen feiern. Ich glaube, dieses Fest war nicht nur für uns, sondern für das komplette Team ein besonderes Erlebnis und hat uns als Mannschaft noch stärker zusammengeschweißt.