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Zivid Two verleiht Pick-and-Place-Robotern menschenähnliche Sehfähigkeiten

10. Dezember 2020 | Lesezeit: 3 min

Gegen Ende des ersten Quartals 2021 wird STEMMER IMAGING die revolutionäre neue 3D-Kameraserie Zivid Two anbieten. Die leistungsstarken 3D-Farbkameras der zweiten Generation eignen sich für anspruchsvollste Pick-and-Place-Aufgaben in der Robotik und ist damit der perfekte Nachfolger der erfolgreichen Kameraserie Zivid One+.

Die Kameras sind kleiner und schneller und können mit ihren menschenähnlichen Sehfähigkeiten selbst die komplexesten Aufgaben bewältigen. Kurz gesagt: Ihr Machine-Vision-System sieht mehr und wird dadurch leistungsfähiger.

Wir sprechen heute mit Tim Huylebrouck, Produktmanager bei STEMMER IMAGING und verantwortlich für das 3D-Portfolio.

Er erzählt uns mehr über die Zivid Two und ihre Bedeutung für die Zukunft der industriellen Bildverarbeitung.

Herr Huylebrouck, können Sie uns bitte zunächst einmal erklären, warum Zivid die neue Two-Serie entwickelt hat?

Die ursprüngliche Kameraserie Zivid One+ gibt es nun schon seit einigen Jahren. Sie ist in drei verschiedenen Versionen erhältlich, je nachdem welche Bildfeldgröße man für seine Anwendung benötigt. Sie deckt alles ab, von Kleinstteilen in Trays und Kisten bis hin zu mittleren und großen Objekten wie Paletten.

Die Zivid One+ ist eine großartige Kamera, doch für sehr anspruchsvolle Anwendungen brauchen wir neben einer besseren Bildqualität und Bildtreue auch eine bessere Objekterkennung, ein präzises Pick-and-Place von sehr kleinen Teilen und Hochgeschwindigkeitsbetrieb.

Unsere Kunden stehen beispielsweise vor der Anforderung, mehrere unterschiedlich große Objekte mit glänzenden, reflektierenden und farbigen Oberflächen unterscheiden zu müssen. Genau für derartige Anwendungen wurde Zivid Two entwickelt. Wir können jetzt einen menschenähnlichen 3D-Vision-Sensor anbieten, der die KI und die Erkennungsalgorithmen auf die nächste Stufe hebt.

Herr Huylebrouck, welche Vorteile bietet die Zivid Two-Serie?

Moderne robotergestützte Pick-and-Place-Systeme müssen eine Vielzahl von Objekten erkennen, präzisere Greifbewegungen ausführen und diese Objekte mit hoher räumlicher Genauigkeit platzieren. Heutige Vision-Sensoren stoßen bisweilen an ihre Grenzen hinsichtlich Auflösung und Artefakten, was zu Erkennungsfehlern führt. Durch größere Genauigkeitsfehler kann es zu fehlerhaften Picks oder schlimmstenfalls zu Kollisionen kommen.

Dadurch dass die hochauflösende und industrietaugliche Zivid Two thermisch und mechanisch so stabil ist, weist die Dimensionsgenauigkeit lediglich einen Fehler von weniger als 0,2% auf. Dies reduziert die Anzahl der fehlerhaften Picks erheblich und ermöglicht das akkurate Handling kleinster Objekte. Die 3D-Kamera ist außerdem extrem schnell: die meisten Szenen werden in 100 ms aufgenommen und solche mit größerem Dynamikbereich in weniger als 0,3 Sekunden.

Mit der patentierten 3D-Bildverarbeitung für HDR-Aufnahmen und der Technologie zur Reduzierung von Artefakten lassen sich sehr anspruchsvolle Szenen bis ins kleinste Detail erfassen. Stellen Sie sich vor, wie schwierig es ist, alle Gegenstände zu unterscheiden, die Passagiere beim Sicherheits-Check am Flughafen in eine Transportschale legen - Smartphones, Münzen, Schlüssel, Lebensmittel, Brillenetuis, Hüte, Stifte, Handschuhe usw.

Eine 3D-Kamera muss dies alles mit hoher Geschwindigkeit erkennen. Die Qualität der Punktwolke bei der Zivid Two ist wirklich außergewöhnlich und fast so, als würde man ein detailliertes Farbfoto betrachten und nicht die herkömmliche Art von Bild, das nur mit einer Bildverarbeitungssoftware lesbar ist.

Die Zivid Two ist sowohl kleiner als auch leichter als die Zivid One+. Welchen Vorteil bringt das?

Die kleinen Zivid-Two-Modelle wiegen nur 880 Gramm und lassen sie sich ideal auf dem Arm von kleineren Cobots und in Anwendungen mit beschränktem Zugang einsetzen. Die 3D-Farbkameras wurden für die anspruchsvollsten Industrieumgebungen entwickelt und sind in einem robusten Magnesiumgehäuse mit Schutzklasse IP65 untergebracht. Außerdem sind sie staub- und wasserdicht für den Betrieb bei Temperaturen von 0°C bis +45°C und so gebaut, dass sie einem Aufprall von 15 G standhalten.

Die Kameras setzen auf eine standardkonforme 10GigE-Schnittstelle anstelle des älteren USB-Standards der Zivid One+. 10GigE ermöglicht die Aufnahme hochauflösender Bilder und die Übertragung über vorhandene Ethernet-Netzwerkkabel mit einer Länge von bis zu 90 m. Außerdem ist die Zivid Two GenIcam-kompatibel und eignet sich für eine breite Palette von 3D-Kamerasoftware.

Welchen Mehrwert bietet STEMMER IMAGING Kunden, die sich für Zivid Two interessieren?

STEMMER IMAGING ist ein produktübergreifendes Unternehmen. Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, unseren Kunden die bestmöglichen Lösungen zu bieten. Wir sind in der Lage, die Herausforderungen unserer Kunden zu verstehen, Test-Equipment bereitzustellen, Machbarkeitsstudien durchzuführen und ihnen schließlich eine optimal auf sie zugeschnittene und integrierte Lösung zu liefern.

Neben den Kamerasystemen bieten wir umfassende Beratung bei der Montage von Zubehör, Industrie-PCs, Software-Schnittstellen und Kabeln. Außerdem stellen wir sicher, dass unsere Lösungen mit bereits bestehenden Bildverarbeitungskameras und -systemen unserer Kunden voll kompatibel sind.

 
Ich persönlich bin begeistert von den menschenähnlichen Fähigkeiten der Zivid Two-Kameras und den enormen Vorteilen, die sie für moderne Robotikanwendungen bieten.

Schon jetzt können Kunden Zivid Two Engineering Samples bei STEMMER IMAGING kaufen. Die Kameras selbst werden gegen Ende Q1 2021 erhältlich sein.

Mehr Infos zu Zivid Two >