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Vom Keller bis ans Mittelmeer – Nachwuchsförderung bei STEMMER IMAGING

11. April 2019

Sophie war begeistert, als die Firmenführung auch in den Keller führte. Dominik hingegen genoss als Masterstudent einige Monate am sonnigen Mittelmeer. Zwei junge Leute mit ganz unterschiedlichen Interessen und Vorlieben, die wir bei STEMMER IMAGING gern unterstützen. Warum überhaupt?

Fachkräftemangel und unbesetzte Ausbildungsplätze – zwei viel zitierte Schreckgespenster des aktuellen Arbeitsmarkts, die auch mittelständische Unternehmen wie wir fürchten. „Wir bemerken schon, dass es schwieriger wird, bestimmte Stellen zu besetzen“, stellt Jürgen Fehr, Leiter Personalmanagement, fest und fährt fort: „Allerdings engagieren wir uns seit Jahren stark in der Nachwuchsförderung, weil wir dies als Mittel sehen, auch in Zukunft qualifizierte Mitarbeiter für uns zu gewinnen, die gerne und langfristig bei uns tätig sind.“ Vier Veranstaltungen innerhalb von vier Wochen untermauern diese Aussage.

Mit der Schule fürs Leben lernen

Mitte März schnupperte eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Realschule Puchheim bei uns Arbeitsluft und lernte in vielen praktischen Übungen – vom Löten von Kabeln und Platinen bis hin zum Zusammenbau ganzer Bildverarbeitungsrechner – verschiedene technische Ausbildungsberufe kennen. „Bei Veranstaltungen mit Schülern legen wir besonderes Augenmerk auf die Berufsorientierung, da wir durch Gespräche mit Schülern, Eltern und Lehrern wissen, dass junge Leute heute oftmals Schwierigkeiten haben, den passenden Beruf zu finden“, erklärt Marion Strencioch, als Personalreferentin unter anderem zuständig für die Betreuung der Auszubildenden.

Eineinhalb Wochen später ging es im Rahmen der Berufsinformationsmesse der Sparkasse Fürstenfeldbruck wieder viel um das Thema Berufsorientierung. Die Betriebspraktika, die wir anbieten, stellen sich für zahlreiche Schülerinnen und Schüler als die richtige Strategie heraus, um sich besser in der verwirrenden Vielfalt der Ausbildungsberufe zurechtzufinden. Lukas Boguth, Auszubildender zum Elektroniker für Geräte und Systeme, erläuterte an unserem Stand weitere Vorteile eines Schulpraktikums. Er selbst hatte sich vor seiner Ausbildung bei uns durch ein Praktikum davon überzeugt, dass STEMMER IMAGING neben einer guten und soliden Ausbildung auch ein angenehmes Betriebsklima und interessante Aufgaben bietet.


Lötübungen beim Girls'Day



Carsten Thimm von STEMMER IMAGING erklärt beim Girls'Day Aufbau und Elemente einer Platine



Victor Sanders von STEMMER IMAGING erklärt beim Girls'Day, wie ein Rechner aufgebaut wird


Wenige Tage nach der Messe stand schon der Girls'Day an, bei dem die Teilnehmerinnen nicht nur ihr technisch-handwerkliches Geschick unter Beweis stellten, sondern auch bei einer Firmenführung das gesamte Unternehmen erkundeten. Sophie freute sich, als es dabei in den Keller ging, denn „da ist’s in Horrorfilmen auch immer so schön gruselig“.

Es mag etwas enttäuschend gewesen sein, dass unsere Keller gut ausgeleuchtet und somit gar nicht unheimlich sind, dennoch war es für die Schülerinnen ein spannender Tag mit vielen neuen Erfahrungen. Ob eine von ihnen nun irgendwann einmal einen technischen Beruf ergreifen wird?

Lieblingsfächer wie Englisch und Geschichte sprechen nicht unbedingt dafür, aber noch sind ja ein paar Jahre Zeit bis zur Berufsentscheidung. Vielleicht kommen die Schülerinnen bis dahin noch in den Genuss einer Veranstaltung der Stiftung von Firmengründer Wilhelm Stemmer, deren Zweck es ist, den Nachwuchs für technische Berufe zu begeistern.

Praxis im Studium

Die Entscheidung für einen Berufsweg ist dagegen bei Marina Graf und Dominik Garsche bereits gefallen: Beide haben ihr Informatikstudium mit Schwerpunkt Bildverarbeitung an der Hochschule München mit herausragenden Masterarbeiten abgeschlossen und erhielten dafür von uns eine Auszeichnung verbunden mit einem Preisgeld.

Aus einer ganzen Reihe bemerkenswerter Abschlussarbeiten entschied sich Volker Gimple, Gruppenleiter Entwicklung Bildverarbeitung, für diese beiden Arbeiten, weil sie durch ihre zukunftsweisenden Themen besonders hervorstachen.

Ein Ziel der Arbeit von Marina Graf war es, durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und dem Prinzip des Deep Learning, Mitarbeiter der Stadt München von monotonen Arbeiten bei der Bearbeitung von Anträgen zu entbinden. Indem Bildverarbeitung einen Großteil der Vollständigkeitsprüfung von Dokumenten übernimmt, haben die Angestellten mehr Zeit für qualitativ hochwertigere Arbeiten wie die Kundenberatung.

Dominik Garsche gelang es in seiner Arbeit, ein Vorhersagesystem zu entwickeln, mit dem die Anlage der Plataforma Solar de Almería – eine Forschungsanlage für die Nutzung von Solarenergie – noch effizienter genutzt werden kann. Dabei gelang es ihm, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, denn er lebte für seine Forschung einige Monate im südspanischen Almeria und konnte so seine Freizeit bei Sonne, Strand und Meer verbringen.


Preisträger Dominik Garsche, Personalreferentin Marion Strencioch (STEMMER IMAGING), Preisträgerin Marina Graf und Prof. Dr. Alfred Nischwitz (Hochschule München)


Darum!

Warum wir Nachwuchs auf diese Weise und mit zahlreichen anderen Veranstaltungen fördern? Einerseits – das wollen wir nicht verheimlichen – weil wir selbst als Unternehmen gute Nachwuchskräfte wollen und brauchen. In diesem Jahr sind wir nun seit 20 Jahren Ausbildungsbetrieb und fast alle unserer ehemaligen Auszubildenden, die ihre duale Ausbildung bei uns absolviert haben, sind inzwischen zu wertvollen Mitarbeitern gereift. Ausbildung ist für uns deshalb ein absolutes Erfolgsrezept.

Andererseits sehen wir Ausbildung, Berufsinformation und die Unterstützung von begabten Studierenden als unseren Beitrag für eine erfolgreiche und wettbewerbsfähige Wirtschaft, den wir im Rahmen unserer sozialen Verantwortung gern leisten.