Zeilenkamera für die Bildverarbeitung finden






Zeilenkameras – auch als Line-Scan-Kameras bezeichnet – sind spezielle Kamerasysteme, die Bilder nicht als Ganzes aufnehmen, sondern zeilenweise erfassen. Sie eignen sich ideal für Anwendungen, bei denen sich das Prüfobjekt kontinuierlich unter der Kamera bewegt, wie es beispielsweise bei Förderbändern oder rotierenden Walzen der Fall ist.
Im Unterschied zu Flächenkameras ermöglichen Zeilenkameras eine extrem hohe Auflösung und Bildqualität, selbst bei sehr schnellen Prozessen. Sie sind daher die erste Wahl für Inspektionsaufgaben, Druckbildkontrollen, Oberflächenanalysen oder Sortierprozesse – überall dort, wo es auf präzise Bildverarbeitung bei Bewegung ankommt.


Zeilenkameras – auch Line-Scan-Kameras genannt – erfassen Bilder nicht als Ganzes, sondern zeilenweise. Das bedeutet: Eine einzige Pixelreihe nimmt fortlaufend Bildinformationen auf, während sich das Objekt unter der Kamera bewegt. Aus diesen Zeilen entsteht ein vollständiges Bild. Diese Technologie eignet sich ideal für kontinuierliche Prozesse, wie sie etwa auf Förderbändern oder in Walzwerken vorkommen – überall dort, wo hohe Geschwindigkeit und Auflösung gefragt sind.
Die Kamera besteht aus einem linearen Bildsensor mit z. B. 4.096 Pixeln. Während das Objekt vorbeibewegt wird, tastet der Sensor Zeile für Zeile das Bild ab. Synchronisiert mit der Objektbewegung entstehen so präzise, verzerrungsfreie Aufnahmen. Wichtig ist dabei die genaue Abstimmung zwischen Zeilenfrequenz und Vorschubgeschwindigkeit.
Im Unterschied zur Flächenkamera nutzt die Zeilenkamera das Prinzip des „Abtastens in Bewegung“. Der Sensor liefert fortlaufend Bildzeilen, die per Software oder Framegrabber zu einem 2D-Bild zusammengesetzt werden. Dies ermöglicht besonders hohe Auflösungen in Bewegungsrichtung und eine konstante Bildqualität – auch bei anspruchsvollen Oberflächen oder bei Lichtschwankungen. Bei lichtarmen oder Hochgeschwindigkeits-Anwendungen kommt TDi Technologie zum Einsatz, um die Lichtausbeute zu verbessern.
Je nach Oberflächenbeschaffenheit und Material des Prüfobjektes stehen Zeilenkameras mit Sensorik für den sichtbaren Bereich in monochrom und Farbe und für den nicht sichtbaren Bereich UV, NIR, SWIR zur Verfügung.
Die Anforderungen an eine Zeilenkamera sind so vielfältig wie die Anwendungen. Damit Sie im Produktfilter schnell zur passenden Kamera gelangen, helfen Ihnen die folgenden Fragen für eine erste Übersicht:
Je feiner die Details, die Sie erfassen möchten, desto höher sollte die Zeilenauflösung (z. B. 2k, 4k, 8k,16k und 32k) gewählt werden. Für einfache Sortieraufgaben genügt oft eine geringere Auflösung, für Druckbildkontrolle oder Elektronikinspektion braucht es deutlich mehr.
Die Zeilenfrequenz (Line Rate) bestimmt, wie schnell die Kamera Bilder erfassen kann. Für sehr schnelle Prozesse – etwa auf Förderbändern oder in der Bahnwareninspektion – sind Kameras mit über 100 kHz oder bis zu 1 MHz empfehlenswert.
Die Kosten für eine Zeilenkamera oder ein komplettes Bildverarbeitungssystem hängen stark von den individuellen Anforderungen ab. Einflussfaktoren sind z. B. die gewünschte Auflösung, Zeilenfrequenz, Sensor-Technologie, Schnittstelle, sowie die notwendige Peripherie wie Beleuchtung, Objektive oder Software. Auch die Komplexität der Anwendung – etwa ob einfache Inspektion oder hochpräzise Kalibrierung notwendig ist – spielt eine wichtige Rolle.
Unsere Expertinnen und Experten beraten Sie gerne dabei, die passende Lösung für Ihr Projekt zu finden – technisch wie wirtschaftlich. Ziel ist es, für Ihre Anforderungen die leistungsfähigste und gleichzeitig wirtschaftlichste Kombination zusammenzustellen.
Flächenkameras erfassen komplette Bilder in einem Moment – wie eine normale Digitalkamera. Zeilenkameras dagegen nehmen nur eine Bildzeile auf und setzen während der Bewegung des Objekts ein vollständiges Bild aus vielen Einzelzeilen zusammen.
Zeilenkameras werden eingesetzt, wenn sehr hohe Auflösungen, gleichmäßige Bewegung oder die optische Inspektion von Endlosmaterialien gefragt sind – etwa bei Förderbändern, Rollenware oder rotierenden Walzen. Flächenkameras eignen sich besser für stehende oder langsam bewegte Objekte.