

Die JAI Apex ersetzt interpolationsbasierte Farbschätzung durch eine deterministische, spektral getrennte Datenerfassung. Farbe wird so zu einer verlässlichen Messgröße. Auf Basis einer 3-CMOS-Prismaarchitektur und Sonys Pregius S BSI-Sensoren liefert Apex pixelgenaue RGB-Werte mit messbarer spektraler Integrität.
In modernen Prüfsystemen ist Farbe keine ästhetische Information mehr. Sie ist ein messbarer Parameter, der die Klassifikationssicherheit, stabile Ausbeute und Prozesssteuerung direkt beeinflusst.
Bayer-basierte Kameras rekonstruieren fehlende Farbkanäle durch Interpolation. Dieser Prozess verursacht spektrale Überlappungen, Artefakte und Unsicherheiten. Diese werden besonders sichtbar bei gesättigten Farbtönen, feinen Strukturen und kontrastreichen Szenen.
Die JAI Apex Series nutzt ein präzisionsgefertigtes dichroitisches RGB-Prisma, um einfallendes Licht auf drei dedizierte CMOS-Sensoren aufzuteilen. Jeder Sensor erfasst seinen Kanal ohne gemeinsam genutzte Pixel oder Interpolation - für außergewöhnliche Farbgenauigkeit.


Farbe als kontrollierte Prüfgröße, nicht als visuelles Merkmal


Hartbeschichtete, dichroitische Prismenfilter erzeugen steile Spektraltrennkanten und eine hohe Lichttransmission. Das Ergebnis: Farbtreue, satte Farben und die Sichtbarkeit feinster Unterschiede, auch in Hochgeschwindigkeits- oder Low-Light-Anwendungen.
Der Weißabgleich erfolgt über die Belichtungszeit je R-G-B-Kanal, nicht über Verstärkungsregelung. Das Rauschen bleibt auf dem Sensorfundamentalniveau.
Die kamerainterne Kompensation reduziert linsenbedingte Dispersionsfehler, verbessert die Kantenausrichtung über alle Kanäle und erweitert den nutzbaren Objektivbereich.
Die Gleitkomma-Skalierung ermöglicht die Feinabstimmung von effektiver Auflösung und Empfindlichkeit ohne mechanische Rekonfiguration.
Mehrere Belichtungsstrategien und Prüfzonen können innerhalb eines einzigen Akquisitionszyklus ausgeführt werden. Das ist besonders ideal für kontrastreiche oder multimateriale-Szenen.
Die direkte Ausgabe in HSI, CIE XYZ, sRGB, Adobe RGB oder benutzerdefinierten Matrizen reduziert den Rechenaufwand auf der Host-Seite und vereinfacht kalibrierte Workflows.
Messbare Sicherheit in jedem Pixel.


Die Apex Series bietet Systemvorteile, die Farbkameras mit einzelnem Sensor nicht erreichen. Die rückseitige Beleuchtung des IMX548 BSI-Sensors der vierten Generation von Sony erhöht die Quanteneffizienz – bei kompaktem Formfaktor und hoher Auslesegeschwindigkeit:
Apex wird dort eingesetzt, wo Klassifikationstoleranzen eng sind und die Zuverlässigkeit der Prüfung die Wirtschaftlichkeit bestimmt. Die präzise Spektraltrennung sorgt für konsistente Prüfentscheidungen und reduziert Unsicherheiten in automatisierten Prozessen.








Farbtreue, die sich messen lässt.
Wann ist eine Prismenkamera einer Bayer-Kamera vorzuziehen?
Wenn Farbgenauigkeit eine funktionale Anforderung ist und keine bloße Präferenz. Führt fehlerhafte Farbinformation zu Prüffehlern oder übersehenen Defekten – etwa bei der pharmazeutischen Sortierung, der Elektronikklassifikation oder der Druckinspektion – beseitigt eine prismabasierte Lösung die Unsicherheit, die durch Interpolation entsteht.
Welches Modell ist das richtige – AP-1600T, AP-3200T oder AP-5100T?
Die Wahl hängt von Auflösung und Schnittstellenanforderungen ab. Der AP-5100T bietet zusätzlich eine laterale chromatische Aberrationskorrektur und die Xscale-Skalierungsfunktion – relevant, wenn optische Präzision oder Flexibilität beim Bildfeld eine Rolle spielen. Unser technisches Team unterstützt bei der Modellauswahl auf Basis Ihrer spezifischen Anwendungsparameter.
Ist die Apex Series für NIR- oder Multispektral-Bildgebung geeignet?
Ja, über JAIs Flex-Eye-Konzept. Individuelle Prismenkonfigurationen sind mit erweiterten Spektralbereichen erhältlich, darunter R-NIR – für die simultane Erfassung von sichtbarem Licht und Nahinfrarot. Typische Anwendungen sind die Differenzierung organischer Materialien in der Lebensmittelverarbeitung oder die pharmazeutische Inspektion.
Welche Software ist mit der Apex Series kompatibel?
Alle Apex-Modelle sind vollständig GenICam-konform und kompatibel mit Common Vision Blox (CVB), Sapera LT sowie den gängigen Machine-Vision-SDKs. Ein proprietärer Treiber-Stack ist nicht erforderlich.
Bietet STEMMER IMAGING Unterstützung bei einer Machbarkeitsanalyse?
Ja. Im Rahmen unserer Engineering Services bieten wir Machbarkeitstests und technische Beratung an, um zu prüfen, ob die Apex Series für Ihre Prüfaufgabe geeignet ist. Wenden Sie sich an Ihr lokales STEMMER IMAGING Team, um Ihre Anwendung zu besprechen.