Transparent im Aufbau und ohne zusätzlichen Programmieraufwand unterstützt PHORTE die Standards CoaXPress 2.1 und CXPoF vollständig für High-Speed-Bitraten bis zu 12,5 Gb/s. Die Serie ist für den Aufbau zuverlässiger Hochgeschwindigkeits-Bildverarbeitungssysteme ausgelegt und verlängert CoaXPress-Verbindungen über Singlemode-Glasfaser auf bis zu 10 Kilometer beziehungsweise über kostengünstige Multimode-Glasfaser auf mehrere hundert Meter.
CXP-12 liefert die Bandbreite, die hochauflösende und schnelle Kameras benötigen. Kupferkabel wurden jedoch nie dafür ausgelegt, Signale dieser Datenrate über weite Strecken zu übertragen: Die Dämpfung begrenzt eine zuverlässige Übertragung auf rund 30 Meter.
Bei kompakten Systemen, in denen die Kamera nah am Framegrabber montiert ist, liegt der tatsächliche Abstand ohnehin unter diesem Wert – die 30-Meter-Grenze spielt hier keine Rolle. Sobald eine Produktionslinie, ein Inspektionstunnel oder eine Logistikhalle mehr Platz zwischen Kamera und Framegrabber erfordert, wird die Entfernung zum limitierenden Faktor, nicht der Sensor oder die Software.
Glasfaser erfährt über die Distanz eine deutlich geringere Dämpfung als Kupfer und verlängert dieselbe CoaXPress-Verbindung dadurch auf Kilometer statt Meter, ohne Einbußen bei der Datenrate.
Die PHORTE Serie wandelt das CXP-12-Signal in ein Glasfasersignal um und zurück, ohne das CoaXPress-Protokoll selbst zu verändern.
Singlemode-Glasfaser verlängert CXP-12-Verbindungen auf bis zu 10 Kilometer. So bestimmt die Anwendung die Kameraposition, nicht die Kabellänge.
PoCXP ermöglicht es dem Framegrabber-Modul, die Kamera über die verlängerte Verbindung mit Strom zu versorgen, wodurch sich der Bedarf an einer separaten Stromversorgung auf Kameraseite verringert.
Wo die volle Kilometerreichweite nicht nötig ist, decken Multimode-Glasfaservarianten 100 bis 400 Meter ab und senken die Infrastrukturkosten für Installationen innerhalb von Hallen oder Gebäuden.
Der QSFP+/MPO-Anschluss des PHE4Q eignet sich für Strecken mit höherer Faseranzahl, während der SFP+/LC-Duplex-Anschluss des PHE4S zu Standard-Duplex-Glasfaserinstallationen passt. Damit richtet sich der Extender nach der Glasfaser, die bereits installiert ist.
Das Extender-Paar verhält sich für das Hostsystem wie eine direkte CoaXPress-Verbindung. Es findet keine Protokollumsetzung statt, die auf Anwendungsebene berücksichtigt werden müsste, und es ist auf keiner Seite eine Softwareeinrichtung erforderlich.
Mit 88 x 147 x 41,25 mm passen die PHORTE-Module in platzbeschränkte Kameragehäuse und Schaltschränke, ohne das System spürbar zu vergrößern.
Die PHORTE PHE4Q & PHE4S Serie kombiniert ein kameraseitiges Modul (PHORTE-CM) mit einem Framegrabber-seitigen Modul (PHORTE-FG) und wandelt das CXP-12-Signal in ein Glasfasersignal um und zurück, ohne den Datenstrom zu verändern. Da die Umsetzung transparent erfolgt, sind auf keiner Seite Konfiguration, Treiber oder Firmware-Änderungen erforderlich. Die Modellauswahl richtet sich in erster Linie nach der benötigten Distanz und der am Einsatzort verfügbaren Glasfaserart.
Unterstützte Verbindungsszenarien für unterschiedliche Kamera-/Framegrabber-Konfigurationen:
| Parameter | PHE4Q-X | PHE4S-X |
|---|---|---|
CoaXPress-Standard |
2.1 (CXP-12, CXPoF) |
2.1 (CXP-12, CXPoF) |
Max. Bitrate |
Bis zu 12,5 Gb/s |
Bis zu 12,5 Gb/s |
Glasfasermodul / Anschluss |
QSFP+-Modul, MPO-Anschluss |
SFP+-Modul, LC-Simplex-Anschluss |
Faseranzahl |
2 (LC-Duplex) oder 8 Fasern (MPO) |
4 oder 5 Fasern (LC-Simplex) |
Max. Distanz (Multimode) |
Bis zu 150 m (M) (MPO OM3) oder 400 m (M1) (MPO OM4) |
Bis zu 400 m (M) (LC-Simplex OM4) |
Max. Distanz (Singlemode) |
Bis zu 10 km (S) (LC-Duplex) |
Bis zu 10 km (S/B/C) (LC-Simplex) |
Statusanzeige |
UART-Port + LEDs |
UART-Port + LEDs |
PoCXP |
Unterstützt |
Unterstützt |
Abmessungen |
88 × 147 × 41,25 mm |
88 × 147 × 41,25 mm |
Konfiguration |
Plug-and-Play |
Plug-and-Play |
Die PHORTE Serie löst Distanzbeschränkungen in Produktionsumgebungen, in denen Kamera und Verarbeitungshardware nicht nah beieinanderstehen können.
Wafer- und Panel-Inspektionssysteme platzieren hochauflösende Kameras aus Reinraum- oder Platzgründen häufig in einiger Entfernung zum Schaltschrank. PHORTE-Extender erhalten die volle CXP-12-Bandbreite über diese Distanz, ohne latenzkritische Workarounds erforderlich zu machen.


Sortier- und Tracking-Systeme, die sich über lange Förderstrecken oder Lagerhallen erstrecken, benötigen Kamera-Verarbeitungs-Verbindungen, die Kupfer nicht abdecken kann. Singlemode-PHORTE-Extender verbinden Kameras auf bis zu 10 Kilometer Entfernung vom Kontrollraum, ohne den CoaXPress-Datenstrom zu beeinträchtigen.


Multimode-PHORTE-Varianten verlängern die Strecke wirtschaftlich für Installationen innerhalb von Hallen, in denen Kameras weiter vom Framegrabber entfernt stehen, als es Standardverkabelung erlaubt.


Große Produktionshallen mit zentraler Bildverarbeitung profitieren davon, Kameras direkt an den Inspektionspunkt zu bringen, während Framegrabber und Verarbeitungshardware an einem zentralen, gut zugänglichen Ort verbleiben.


Die Auswahl und Inbetriebnahme einer Glasfaserverlängerung für ein CoaXPress-System erfordert mehr als die Wahl einer Modellnummer. Unser Technical Competence Centre begleitet diesen Prozess vom ersten Systemdesign bis zur Inbetriebnahme.
Wir montieren und testen PHORTE-Extender-Paare gemeinsam mit der angeschlossenen Kamera und dem Framegrabber inkl. Kabelaufbau vor dem Versand, sodass die Verbindung geprüft und vor Ort für die Inbetriebnahme fertig ist.
Unsere Ingenieure prüfen Distanzanforderungen, verfügbare Glasfasertypen und Bandbreitenbedarf, um das passende PHORTE-Modell für Ihr System zu bestimmen, und bieten Machbarkeitstests an, wenn der Systemaufbau noch nicht final feststeht.
Bei Installationen mit nicht standardmäßiger Glasfaserführung, Mehrkamera-Synchronisation oder der Einbindung in bestehende Infrastruktur entwickelt unser Team ein maßgeschneidertes Extender-Konzept als Teil des gesamten Bildverarbeitungssystems.
Kupfer-CXP-12-Verkabelung ist bis zu rund 30 Metern zuverlässig. Darüber hinaus, oder bei Installationen, in denen die Kabelführung lange Strecken überbrücken muss, erhält eine Glasfaserverlängerung die volle Bandbreite und Signalintegrität, die Kupfer nicht garantieren kann. Sitzt die Kamera nah am Framegrabber, bleibt Standard-Kupferverkabelung die einfachere und preiswertere Wahl.
Der PHE4Q nutzt ein QSFP+-Modul mit MPO-Glasfaseranschluss über 2 oder 8 Fasern für Installationen mit höherer Faseranzahl und Dichte. Der PHE4S nutzt ein SFP+-Modul mit LC-Simplex-Glasfaseranschluss über 4 oder 5 Fasern und entspricht der verbreiteteren LC-Simplex-Glasfaserinfrastruktur. Ausschlaggebend ist letztlich, welche Glasfaserart am Standort bereits verlegt ist.
Multimode-Glasfaser (OM3/OM4) deckt kürzere Distanzen ab, typischerweise 100 bis 400 Meter, zu geringeren Infrastrukturkosten, und eignet sich für Installationen innerhalb von Hallen oder Gebäuden. Singlemode-Glasfaser verlängert die Verbindung für CXP-12 auf bis zu 10 Kilometer und ist die richtige Wahl, wenn die Installation ein großes Gelände umspannt oder separate Gebäude verbindet.
Nein. Das Extender-Paar ist für die CoaXPress-Verbindung transparent, sodass das Hostsystem und die Bildverarbeitungssoftware, einschließlich Common Vision Blox (CVB) von STEMMER IMAGING, die Kamera genauso erkennen, als wäre sie direkt über Kupferkabel angeschlossen.
Bei den CXP-12-Modellen ermöglicht Power over CoaXPress dem framegrabberseitigen Modul, die Kamera über die verlängerte Glasfaserverbindung mit Strom zu versorgen. Dadurch entfällt die Notwendigkeit einer separaten Stromversorgung auf Kameraseite, was die Verkabelung an schwer zugänglichen Standorten vereinfacht.
Ja. Unser Technical Competence Centre prüft Distanz, verfügbare Glasfaserinfrastruktur, Bandbreitenanforderungen und Kameraspezifikation, um das passende Modell zu empfehlen, und kann den Extender vor der Lieferung mit Ihrer Kamera und Ihrem Framegrabber vormontieren und testen.
Ja. Da die Extender Plug-and-Play sind und keine Änderungen am CoaXPress-Protokoll erfordern, lassen sie sich in der Regel in einen bestehenden Kamera- und Framegrabber-Aufbau einbinden, ohne die umgebende Software oder Systemarchitektur zu verändern – vorausgesetzt, eine passende Glasfaserführung ist vorhanden.
Ja. Unser Kabelportfolio umfasst verschiedene industrielle Glasfaserkabel, auch für Schleppketten-Anwendungen, sowie kundenspezifische Ausführungen auf Anfrage.